Jean-Marie Lehn

franz. Chemiker; Nobelpreis für Chemie 1987 zusammen mit Charles J. Pedersen und Donald J. Cram für die Entwicklung und Verwendung von Molekülen mit strukturspezifischer Wirkung von hoher Selektivität

* 30. September 1939 Rosheim/Elsass

Herkunft

Jean-Marie Pierre Lehn wurde am 30. Sept. 1939 in Rosheim, Elsaß, als Sohn eines Bäckers und Organisten geboren.

Ausbildung

Er besuchte das Collège Freppel in Obernai (Diplom 1957), studierte dann an der Universität Straßburg und promovierte dort 1963 in organischer Chemie bei Prof. Guy Ourisson.

Wirken

Bereits 1960 bis 1963 war L. unter Ourisson in Lehre und Forschung am Centre national de la recherche scientifique (C.N.R.S.) tätig, wo er sich insbesondere mit der physikalischen und chemischen Beschaffenheit von Triterpenen befaßte - Enzymen, die bei der Synthese von Vitamin A gebraucht werden. Nach einem Forschungsjahr an der amerikanischen Harvard University kehrte er nach Straßburg zurück, wurde dort 1966 zum Maître de conférences und 1970 zum Titularprofessor für Chemie an der Universität Louis Pasteur ernannt. Darüber hinaus war er Leiter des dortigen Laboratoriums für physikalische Chemie, übernahm 1979 zusätzlich die Leitung des Instituts für die Chemie molekularer Interaktionen am Collège de France in Paris und 1980 schließlich auch des dortigen Chemie-Laboratoriums. Gastprofessuren hatte er zwischen 1974 und 1980 ...